Mehrwert durch Transkreation

Mittlerweile werden Texte nicht nur übersetzt, also kontext- und (weitgehend) wortgetreu in eine andere Sprache übertragen, sondern es werden auch Transkreationen von Inhalten erstellt. Aber was ist eine Transkreation eigentlich?

Eine Transkreation betrachtet den Text in seiner Gesamtheit. Hier steht die Botschaft im Mittelpunkt, und um diese der neuen Zielgruppe, d. h. den Lesern in einem anderen Land, entsprechend zu vermitteln, können zum Beispiel ganze Absätze umstrukturiert werden oder sogar nicht relevante Informationen durch andere Informationen ersetzt werden. Dafür ist ein Höchstmaß an interkultureller Kompetenz notwendig, denn man muss sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielsprache das entsprechende Hintergrundwissen haben wie der Empfänger der Botschaft.

Wann ist eine Transkreation notwendig?

Wenn für den Ausgangstext viel Zeit und Aufwand investiert wurde, damit die Botschaft auch beim Leser (sei es der Mitarbeiter oder der Kunde) ankommt, ist eine Transkreation erforderlich. Denn den Wortlaut zu übersetzen würde diesem Aufwand nicht gerecht werden. Eventuell wurde einem externen Anbieter eine Menge Geld dafür gezahlt, um eine Kampagne oder Dokumente für die Zielgruppe zu entwickeln. Kulturelle Unterschiede können aber dazu führen, dass die Texte nicht dieselbe Botschaft transportieren wie auf dem Zielmarkt, für den sie ursprünglich konzipiert wurden. Manchmal kann es schon an wenigen Worten liegen, dass sie nicht dieselben Emotionen hervorrufen oder das Image des Unternehmens nicht wunschgemäß widerspiegeln.

Der Prozess

Genau wie Marketingagenturen nicht nach Wortpreisen abrechnen, wird auch bei Transkreation der Aufwand auf Stundenbasis vergütet. Um das zu verstehen, muss man den Prozess für Transkreationen kennen. Bei mir läuft dies so ab: Zunächst erstelle ich eine Übersetzung, bei der es noch nicht um den perfekten Wortlaut geht. So verschaffe ich mir einen Überblick über das gesamte Projekt. Dann schaue ich mir die Hintergrundinformationen an: Welches Ziel hat die Kampagne, wer ist die Zielgruppe etc. Hierfür benötige ich die Hilfe des Auftraggebers, denn nur dieser ist in der Lage, diese Informationen, die für eine gelungene Transkreation unerlässlich sind, zu liefern. Und je mehr Informationen ich erhalte, desto zielführender ist das Ergebnis, desto schneller geht die Arbeit voran und desto niedriger sind die Kosten. Nachdem ich nun einen Überblick über die Inhalte habe, beginne ich mit meiner Recherchearbeit. Ich recherchiere die eventuell im Ausgangstext erwähnten Quellen, sammle weitere Informationen im Internet und informiere mich sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielsprache, um einen möglichst umfassenden Überblick zu erhalten – natürlich alles mit Bezug auf dem Inhalt und die Zielgruppe. Dann setze ich mich wieder an den Text und überarbeite meine anfängliche Übersetzung. Dieser Schritt wird beliebig oft wiederholt, für einige Stellen wie Überschriften, kulturelle Zusammenhänge benötige ich kreatives Brainstorming. Ganz am Ende lese ich mir meine Transkreation möglichst im Originalkontext und ohne Blick auf den Ausgangstext durch. So überprüfe ich, ob die Transkreation auch die ursprüngliche Botschaft vermittelt.

Ähnlich läuft es bei einzelnen Claims oder Slogans ab. Allerdings erhalten meine Kunden hier eine Tabelle mit verschiedenen Versionen, Erklärung und Rückübersetzung, damit sie verstehen, was die Transkreation in der Zielsprache für ein Bild oder für Emotionen widerspiegelt.

Individuelle Anforderungen? Kein Problem!

Wenn du dir unsicher bist, ob für deine Texte eine Übersetzung oder eine Transkreation das Richtige ist, sprich mich einfach an. Gemeinsam mit dir verschaffe ich mit einen Überblick über deine Anforderungen und erarbeite ein passendes Angebot.